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Wegweiser Job

Karriere in der Wissenschaft

Viele Studenten und Studentinnen möchten später einmal Professor oder Professorin werden. Immerhin erfreuen sich diese eines hohen Prestiges, interessanter und vielseitiger Arbeitsbedingungen und einer gesicherten Beamtenstelle auf Lebenszeit. Doch der Weg dahin ist lang und mit jeder Menge Stolpersteinen gepflastert. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte vorher also genau wissen, was auf ihn zukommt – und ob er eigentlich der richtige Typ dafür ist.

Traumjob Professor

Sie werden geliebt und gefürchtet, sind überdurchschnittlich mit ihrem Berufsleben zufrieden und meist Beamte auf Lebenszeit. Kein Wunder, dass die Professur für viele angehende Akademiker ein Traum ist. Der Weg dahin ist allerdings lang und steinig: Im Durchschnitt dauert es nach dem Studium etwa 12 Jahre, bis alle Qualifikationen für die Bewerbung um eine Professur erbracht sind!

Nicht nur Geduld und Ausdauer sind gefragt. Professor ist ein Beruf, bei dem der fachliche wie persönliche Erfolg nur schwer vorhersehbar ist. „Es gibt keine klar vorgegebene Laufbahn in der Wissenschaft, das Berufungsverfahren ist auf die Bestenauslese ausgerichtet, die eigene Karriere kaum planbar“, sagt Matthias Jaroch vom Deutschen Hochschulverband. Verschiedene Wege können zur Professur führen: So hat sich neben der „klassischen“ Habilitation, die in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern nach wie vor üblich ist, die Juniorprofessur als Qualifikationsweg etabliert. Häufig sind auch internationale Erfahrungen, spezielle zusätzliche Kenntnisse oder die Unterstützung durch einen bestimmten Mentor erwünscht.

„Das Motto einer wissenschaftlichen Karriere muss lauten: der Weg ist das Ziel!“, weiß Gunta Saul-Soprun, die in ihrem Unternehmen academic consult den Nachwuchs berät. Der darf sich nicht davon abschrecken lassen, dass die Jobaussichten dabei nicht gerade rosig sind: Die Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiter sind rar und fast immer befristet, das Einkommen eher gering. Die Chance, später auf eine gut dotierte Professur berufen zu werden, ist von Fach zu Fach sehr unterschiedlich. Im Jahr 2006 kamen auf rund zwei Millionen Studierende an Hochschulen und Universitäten 37.900 Professoren. Von den geplanten 6000 Stellen für Juniorprofessoren wurden bislang lediglich 786 eingerichtet. Frauen haben es meist schwerer: Obwohl der Anteil der weiblichen Habilitanden 2006 mit 23 Prozent einen erfreulichen Höchststand erreichte, wurden bis dahin nur 5.700 Professorinnen auf einen Lehrstuhl berufen.

Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

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