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Schule: Was bringt mir das?

Mathe pauken, Vokabeln büffeln, Aufsätze schreiben ... Manchmal brauchen Schüler schon Superkräfte. Aber reichen gute Noten denn aus, um später im Traumjob landen zu können? Zwei Expertinnen über den Lohn des Lernens.

Gute Schüler - gute Chancen

Interview mit Dr. Corinna Schmude, Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.

 

Wie wichtig ist heute eine gute schulische Qualifikation für den Berufseinstieg?

Sehr wichtig. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Unternehmen das schulische Bildungsniveau als Maßstab für das Können der Bewerber nutzen, um vielversprechende Auszubildende auszuwählen. Grundsätzlich bestimmen aber noch andere Faktoren den Übergang von der Schule in den Beruf: Das Geschlecht des Bewerbers sowie der soziale und wirtschaftliche Stand seiner Familie spielen ebenso eine Rolle wie die Region, aus der er stammt – einschließlich des dortigen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes.

Welche Chancen haben Haupt- und Realschüler vor diesem Hintergrund?

Jugendliche mit Realschulabschluss oder Abitur haben grundsätzlich bessere Berufsaussichten als Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss. Es gibt einen belegten Zusammenhang zwischen der Qualifikation und dem Risiko, arbeitslos zu werden. Jugendliche ohne Hauptschulabschluss finden zu 87 Prozent erst gar keinen Zugang zu einer beruflichen Ausbildung. Besonders Hauptschülern fällt es oft schwer, sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden. Dennoch müssen sie als erste ihre Berufswahl treffen. Dabei stehen sie noch unter dem Druck, einen Kompromiss zu finden zwischen ihren Berufswünschen und den durch den Hauptschulabschluss eingeschränkten Möglichkeiten.

Sollte ein Schüler auch die Unterstützung seiner Eltern suchen?

Auf jeden Fall können und müssen Eltern ihre Kinder bei diesem Thema unterstützen. Eltern – aber auch Erzieher und Lehrer - müssen dafür sensibilisiert werden, dass die Berufswahl ein Prozess ist, der bereits im Kindesalter beginnt. Viele Studien zeigen, dass die soziale und berufliche Stellung des Elternhauses einen zentralen Einfluss auf den Berufswunsch und die später erreichte berufliche Position ihrer Kinder hat. Dieser Einfluss ist wesentlich bedeutsamer als der von Schule oder Arbeitsvermittlung.

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