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Erfolgreich Lernen

Lernen wie die Profis

Egal ob du für die Schule, für die Führerscheinprüfung oder für ein Gedicht zum 80. Geburtstag deines Opas lernen musst, mit diesen Tipps klappt’s besser.

Top-Ten für Kopfarbeiter

  1. Bereit sein: Konzentration und Merkbereitschaft sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Gedächtnis. Sag dir, dass der Lernstoff wichtig für dich ist, zum Beispiel, weil du ihn in deinem späteren Berufsleben noch brauchst. Sag dir, dass du ihn dir einprägen willst! Wenn du dir vornimmst, etwas zu behalten, ist das Gedächtnis viel aufnahmefähiger.

  2. Früh übt sich: Je mehr du während deiner bisherigen Schullaufbahn gelernt hast, desto mehr kannst du auch kurzfristig lernen. Das Gedächtnis gleicht einem System von Mauerhaken in einer glatten Felswand: Je mehr Haken vorhanden sind, desto leichter fällt es dem Kletterer, sich daran festzuhalten und neue einzuschlagen. Ähnlich ist es beim Lernen: Wer in Mathe beim Bruchrechnen durchblickt, hat es beim Prozentrechnen auch leichter.

  3. Durchblick behalten: Verschaffe dir beim Lernen zuerst einen Überblick über das Thema und gehe erst dann zu den Teilgebieten über. Setze dabei Prioritäten, indem du dir für schwierigen Lernstoff mehr Zeit nimmst als für Dinge, die du dir leicht merken kannst. So behältst du das Wesentliche im Auge und verlierst dich nicht so leicht in Details.

  4. Wiederholen: Wiederhole den gelernten Stoff, und zwar am folgenden Tag und dann in größeren zeitlichen Abständen. Besser als fünf Tage hintereinander eine neue Seite Vokabeln zu lernen, ist es, täglich alle fünf Seiten als Ganzes einzuüben. Pauke dir aber nicht mit Gewalt alles am Stück rein – nach 30 Vokabeln ist erst mal Pause angesagt. Durch die Wiederholung bleibt allmählich immer mehr hängen.

  5. Aufschreiben: Alles wirklich Wichtige solltest du zweimal schreiben: zuerst in Form von Notizen, in denen du die wichtigsten Punkte zusammenfasst. Später kannst du die Notizen dann ausarbeiten.

  6. Mit allen Mitteln: Halte nicht an einer Methode fest. Je mehr Sinnesorgane am Lernen beteiligt sind, desto besser bleibt der Stoff haften. Du kannst zum Beispiel einen Text zunächst laut lesen, das Wichtigste aufschreiben, dir dann das Gelesene bildhaft vorstellen, es jemandem erzählen und zusätzlich noch ein Schema dazu zeichnen.

  7. Kreativ denken: Einen unstrukturierten Lernstoff, etwa Vokabeln oder Geschichtsdaten, der mechanisch eingepaukt wird, vergisst man wieder sehr leicht. Dagegen werden Regeln oder Gesetzmäßigkeiten viel besser behalten. Versuche, Merken durch Denken zu ersetzen! Verknüpfe den Lernstoff mit anderen Informationen und suche nach Zusammenhängen. Lateinische Vokabeln lassen sich zum Beispiel viel besser lernen, wenn man ein englisches Wort kennt, das ähnlich klingt.

  8. Mit Methode: Eine andere Methode ist die Lernkartei. Du brauchst dafür Karteikarten, einen kleinen Karteikasten und ein bisschen Disziplin. Übertrage den Lernstoff in Frage-Antwort-Form auf die Kärtchen, sodass auf der Vorderseite die Frage und auf der Rückseite die Antwort steht. Gehe die Fragen einzeln durch und stecke jede richtig beantwortete Karte in ein separates Fach. Wiederhole die falsch beantworteten Karten so lange, bis alle im nächsten Fach gelandet sind.

  9. Gruppen bilden: Baue dir ein Lern-Netzwerk auf, denn jeder hat andere Stärken und die lassen sich im Team super nutzen. Beispiel: Du bist gut in Chemie, aber schlecht in Englisch. Nathalie kann prima Englisch, versteht aber in Chemie nur Bahnhof. Mike ist Chemie-Klassenbester, aber ausgerechnet in Englisch hat auch er Probleme. Gute Voraussetzungen also, um ein Lernteam zu bilden und für die nächsten Klausuren gemeinsam zu pauken. Und hinterher geht’s dann zusammen ins Schwimmbad oder ins Eiscafé.

  10. Genießen: Belohne dich für deine Erfolge! Du hast dich durch cleveres Lernen um zwei Notenstufen verbessert? Super – herzlichen Glückwunsch! Gönne dir eine Pause, in der du machst, worauf du Lust hast: ein langer Kinonachmittag mit drei Filmen hintereinander, ein ausgiebiger Badetag am See, ein Pizza-Abend mit Freunden – das hast du dir verdient!

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