Das passiert im Ohr
Unsere Ohren sind sehr sensibel. Und stundenlange Dauer-berieselung mit lauter Musik bringt sie an ihre Belastungsgrenzen. So ist das Piepsen im Ohr ein Alarmsignal und zeigt, dass dein Gehör sich überfordert fühlt. Schließlich bringt es Disco- oder Live-Musik auf einen Schalldruckpegel von bis zu 110 Dezibel. Das entspricht der Lautstärke eines Pressluft-hammers. Dessen Krach würdest du dich sicher nicht freiwillig mehrere Stunden aussetzen. Doch egal, ob angenehme Musik oder lästiger Baustellenlärm – im Ohr passiert das Gleiche: Was wir hören, sind Schallwellen. Sie werden von der Ohrmuschel wie von einem Trichter aufgefangen, gelangen in den Gehörgang und versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Im Mittelohr werden die Schwingungen verstärkt und ans Innenohr weitergegeben. Hier sitzt das eigentliche Hörorgan – die mit Flüssigkeit gefüllte Hörschnecke. Darin wandeln mehr als 20.000 feine Haarsinneszellen die Schwingungen in elektrische Impulse um und geben diese ans Gehirn weiter. Erst dort werden sie entschlüsselt und beispielsweise als Stimme, Melodie oder eben Presslufthammer erkannt. Wer sich zu lange zu lautem Schall aussetzt, schwächt die feinen Haarzellen. Anfangs erholen sie sich wieder, wenn man ihnen nach der Belastung eine ausreichend lange Pause gönnt. Werden sie aber dauernd überlastet, gehen sie kaputt. Da keine neuen nachwachsen, droht ein nicht reparierbarer Hörschaden.

