Krankenversicherungssystem

Versicherungskarte für Krankenversicherung

Krankenversicherung in Deutschland

Versicherungskarte für Krankenversicherung
Nicht nur, dass das deutsche Krankenversicherungssystem im internationalen Vergleich ganz passabel abschneidet, die Idee sich gegen Pension, Unfall und Invalidität zu versichern geht auf uns Deutschen zurück. Otto von Bismarck hat mit seinem 1883 verabschiedeten Krankenversicherungsgesetztes einen neuen Sozialstandard geschaffen und damit Deutschland nachhaltig beeinflusst.

Die Krankenversicherung. Ein Definitionsversuch

Als Krankenversicherungen wird grundsätzlich erst ein Mal das Versichern gegen das Risiko von Krankheit, einschließlich ihrer Folgen verstanden. Das System der Krankenversicherung hat sich im Laufe seiner Gesichte zu einem eigenständigen Zweig innerhalb der Sozialversicherungen entwickelt. In der BRD ist sie obligatorisch und kann in Form einer gesetzlichen wie privaten Versicherung abgeschlossen werden. In der Regel soll eine Krankenversicherung im Falle von krankheitsbedingt entstehenden Kosten diese in unterschiedlichen Umfängen übernehmen.

Versicherungspflicht

Versicherungspflicht in Deutschland
In Deutschland besteht die Pflicht zur Krankenversicherung. Sie ist obligatorisch und wird auch im Falle von Arbeitslosigkeit und staatlicher Unterstützung, gestellt. Diese Regelung gilt für alle in Deutschland wohnhaften Personen. Personen ohne Krankenversicherung dürfte es in der Regel eigentlich nicht geben; laut statistischem Bundesamt und deren Daten von 2011 haben es dennoch bis zu 137 000 Staatsbürger aus der Versicherungspflicht geschafft. Interessant in diesem Zusammenhang ist u.a. auch, dass Selbständige, die nicht versichert sind, aus dieser Zählung und Statistik ausgeschlossen sind. damit bezieht sich die Zahl vornehmlich auf Gewerbsuntätige. Die seit 2008 geltende Versicherungspflicht wurde als Reaktion auf den stetig ansteigend Anteil nicht versicherter Menschen in der BRD eingeführt. Diese Verpflichtung hatte auch Wirkung. Die Zahlen sind zurück gegangen.

Früher war der Grund einer Krankenversicherungsablehnung häufig ein Finanzieller. Oft spielte es aber auch eine Rolle, dass das System der Risikoversicherung zunehmend nicht nur hinterfragt wurde, sondern auch die Leistungsauszahlungen der Versicherten in den wenigsten Fällen ihren Einzahlungen entsprachen. Vertrauensverlust ist hier das Stichwort. Als politische, regulierende Reaktion folgte schließlich die Gesetzespflicht zur Krankenversicherung und eine zunehmende staatliche Regulierung gesetzlicher Krankenkassen. Diese Anpassen geschehen auch im Rahme europäischer Annäherungsversucher sozial gleicher Lebens- und Versicherungsstandards aller europäischen Länder. Eine Gemeinsame Sozialpolitik ist hier das Stichwort, was sich implizit wie explizit auf das Krankenversicherungssystem in Deutschland auswirkt.

Aktuell

Aktuell wird über einen Abbau des Sozialstaates gesprochen, schaut man sich die neuen Reformen des Krankenversicherungssystems der BRD an. Dieser Abbau hat aber vor allem einen Vorteil: eine qualitativ hochwertige Grundversorgung eines jeden Bürgers. damit einher gehend sollen neue Ebenen und Wege geschaffen werden gesetzliche wie private Leistungen mehr zu separieren und so den Weg zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zu öffnen. Dennoch: in Deutschland fühlt man sich mit dem System zur Krankenversicherung anscheinend abgesichert und sicher. Zumindest werden jährlich von allen Bürgern brav ihre Beiträge gezahlt.