Kunststücke auf zwei Rädern
BMX
Barspin, Tabletop und Tiregrab: Wer da keinen Plan hat und womöglich an neue Anmach-Techniken für Afterwork-Parties denkt, sollte vom Three-sixtie besser gleich die Finger lassen. Sind nämlich alles Tricks für Könner. Und zwar auf dem BMX-Rad. Eine 360-Grad-Rotation (Three-sixtie) im Sprung will exakt ausgeführt sein – sonst scheppert es gewaltig. Gewaltig ist auch die Entwicklung der Hüpfer mit den kleinen Reifen (20 Zoll). Der Gipfel: 2008 schafften sie es zur olympischen Disziplin. In den Betonschluchten der Cities tauchten sie schon in den 80ern auf. Dabei haben sie mal als „Landeier“ angefangen. Sagt auch schon der Name: BMX steht für Bicycle Moto-cross. Über verschiedene Umwege (Bonanza-Rad!) eroberten sie die Stadt und erhielten mit den „Pegs“, den Ausfallrohren an den Naben, ihr charakteristisches Aussehen. Da kann lässig ein „Mitfahrer“ drauf stehen. Vor allem aber eignen sich die Metallrohre bestens für Kunststücke – etwa um ein Geländer hinab zu „grinden“. Zum Fortbewegen sind die BMX-Rahmen mit der tiefen Sitzposition nur bedingt tauglich. Die spartanische Ausstattung (eine, manchmal gar keine Bremse) ist perfekt für spektakuläre Tricks und Sprünge. Fachleute unter-scheiden dabei zwischen Race und Freestyle mit den Disziplinen Flatland, Street, Ramp (oder Vert) und Dirt. Das spielt auf die unterschiedliche Umgebung an. In der Regel fangen BMXer schon früh im Schüleralter an – wer später einsteigt, sollte auf keinen Fall Protektoren (Hände, Ellbogen, Knie, Kopf, eventuell auch Rücken) verzichten!
Kosten: Bikes ab 300 Euro (nach oben offen bis 2000 Euro)
Weitere Infos: Eine große Übersicht mit Internet-Adressen gibt es unter: www.dmoz.org/World/Deutsch/Sport/Radsport/BMX

